Sonntag, 1. September 2013
Samstag, 17. August 2013
intensive wochen
die zweite hälfte des sommersemesters ist in meinem studiengang eher ungewöhnlich aber um vieles spannender strukturiert als es der gewöhnliche germanist, bwler oder historiker wohl je in seinem studenten-dasein erlebt. jede woche findet ein bestimmter kurs von morgens bis abends statt, oft außerhalb der uni oder auch außerhalb der stadt und immer sehr praxis-orientiert. ganz schön intensiv, diese intensiv-wochen. in diesem eintrag möcht ich euch einen kleinen eindruck geben, was wir so gemacht haben. vor allem jenen welche sich das mit den denkmälern und der pflege nicht so recht vorstellen können.
die erste woche, mit dem namen 'moderne meßmethoden' fand im bamberger dom statt. und nicht nur das: meine gruppe arbeitete in der zwerggalerie hoch über der stadt, zwar reichlich zugig, aber mit einem wahnsinns ausblick.
dort vermaßen wir mit hilfe von tachymeter (für mich ja schon von geographie-exkursionen bekannt) und laptop einen grundriss und querschnitt durch einen teil des doms, nachdem wir vorher in die technik und theorie eingeführt worden sind.
es folgten ein paar tage in denen wir vor fassaden das beschreiben und datieren von gebäuden vertieften. etwas was mir sehr viel spass macht, leider bin ich fachlich in der hinsicht allerdings immer noch ein bisschen hinter all den kunsthistorikern und architekten unter den kommilitonen her.
als nächstes stand eine 3D-Scan-woche, auf einem jüdischen friedhof in einem kleinen ort einige kilometer von bamberg entfernt, an. die uni hat von der gemeinde den auftrag bekommen, besonders die älteren grabsteine mit scannern aufzunehmen um die immer mehr verwitternden inschriften wenigstens digital erhalten zu können, bevor sie garnicht mehr erkennbar und lesbar sind. auch hier waren einige technische vorkenntnisse erforderlich, aber oft galt auch die devise 'erstmal ausprobieren', denn die handscanner waren besonders empfindlich bezüglich licht und auch sonst manchmal kleine diven. zum glück war es die meiste zeit bewölkt, noch garnicht so recht sommerlich.
nun folgte ein krasser thematischer wechsel, weg von einzelobjekten, hin zu ensembles, genauer gesagt zur historischen ortsanalyse. in dem kleinen fränkischen dorf krum erstellte ich, zusammen mit 3 kommilitoninnen, eine art denkmalpflegerischen erhebungsbogen, ja genau die mit denen ich auch auf der arbeit schon so viel zu tun hatte. wir kartierten denkmalpflegerisch interessante historische überreste wie dorfplatz, historisch interessante gebäude, kelleranlagen, obstwiesen und vieles mehr und durften unsere ergebnisse am ende dieser woche sogar vor bürgermeister, einheimischen und mitstudenten vorstellen.
auch in der 'summerschool' woche, in der uns eine gruppe von schottischen studenten aus edinburgh besuchte (genau aus jenem studiengang, den ich ursprünglich machen wollte), ging es um das erbe der (stadt-)landschaft. zusammen streiften wir mit den 'schotten' (eigentlich auch ein ziemlich internationaler haufen) durch bamberg und erkundeten noch einmal neu das welterbe. in meinem fall die gärtnerstadt, ein stadtteil der schon seit jahrhunderten und bis heut noch, fast ländlich, durch gärtnereien geprägt ist. für mich besonders interessant, da ich ja genau dort wohne :-) und abends war oft noch ein bier, ein besuch auf nem keller oder etwa eine kleine wanderung auf die altenburg mit unseren gästen drin. sehr schön. leider musste bei mir noch ein anderes projekt zeitgleich fertig werden, weshalb ich noch oft bis in die nacht am schreibtisch beim planen und zeichnen für einen behindertengerechten umbau einer historischen villa verbrachte.
die letzte der intensivwochen (zumindest für diesen sommer) führte uns nach berlin, wo es vor allem um neuere architektur und deren sanierung und nutzung ging. ich hielt einen vortrag über die berliner philharmonie von hans scharoun, in dessen vorbereitung ich mich tatsächlich nicht nur mit 50er und 60er-jahre architektur versöhnte, sondern sogar ein kleines bisschen begeistert war. tag für tag waren wir von morgens bis spät abends in ganz berlin unterwegs, dank eines workaholic-architekten als dozenten fast non-stop, mit geradezu erkämpften pausen. aber die dinge die wir sahen waren toll und die gesellschaft war gut.
gleich am montag drauf ging es für 2 wochen in die bayerische oberpfalz nach neustadt am kulm auf eine archäologische grabung. diese war einfach nur entspannend und schön im vergleich zum stress der vorangegangenen wochen. am rauhen kulm, wo schon kelten und slawen siedelten verbrachte ich die meisste zeit im schnitt eines alten walls und bezeiten fand man kleine tonscherben mit verzierungen oder auch mal ein handgrosses stück eines gefässes. auch reste eines pferdegebisses, eine perle oder teile einer gürtelschnalle fanden die anderen. nicht schlecht, aber das ausgraben eines ganzen skelettes, wie es kommilitonen auf anderen grabungen taten wär wohl doch etwas spannender gewesen. untergebracht waren wir bei hedwig, und johanna und ich hatten ein kleines zimmer zu zweit unterm dach. abends wurd gemeinsam draußen ein bier getrunken und gegrillt, wozu traditionell auch denkmalpfleger älterer jahrgänge und sich zufällig in der gegend befindliche andere archäologen sowie nachbarn dazugesellten. schöne sache.
und zwischen all diesem programm fand ich zum glück ab und an die zeit mal ein wochenende nach frankfurt zu fahren, wo mein thomas jetzt ein praktikum bei der giz, gesellschaft für internationale zusammenarbeit, macht. das ein oder andere mal von der deutschen bahn versetzt, saß ich irgendwo auf bahnhöfen fest, oder landete mit der s-bahn an der falschen stelle, wo wir uns dann mitten in einem feld trafen und gemeinsam auf eine gartenparty gingen. ein schöner sommer.
die erste woche, mit dem namen 'moderne meßmethoden' fand im bamberger dom statt. und nicht nur das: meine gruppe arbeitete in der zwerggalerie hoch über der stadt, zwar reichlich zugig, aber mit einem wahnsinns ausblick.
dort vermaßen wir mit hilfe von tachymeter (für mich ja schon von geographie-exkursionen bekannt) und laptop einen grundriss und querschnitt durch einen teil des doms, nachdem wir vorher in die technik und theorie eingeführt worden sind.
es folgten ein paar tage in denen wir vor fassaden das beschreiben und datieren von gebäuden vertieften. etwas was mir sehr viel spass macht, leider bin ich fachlich in der hinsicht allerdings immer noch ein bisschen hinter all den kunsthistorikern und architekten unter den kommilitonen her.
als nächstes stand eine 3D-Scan-woche, auf einem jüdischen friedhof in einem kleinen ort einige kilometer von bamberg entfernt, an. die uni hat von der gemeinde den auftrag bekommen, besonders die älteren grabsteine mit scannern aufzunehmen um die immer mehr verwitternden inschriften wenigstens digital erhalten zu können, bevor sie garnicht mehr erkennbar und lesbar sind. auch hier waren einige technische vorkenntnisse erforderlich, aber oft galt auch die devise 'erstmal ausprobieren', denn die handscanner waren besonders empfindlich bezüglich licht und auch sonst manchmal kleine diven. zum glück war es die meiste zeit bewölkt, noch garnicht so recht sommerlich.
nun folgte ein krasser thematischer wechsel, weg von einzelobjekten, hin zu ensembles, genauer gesagt zur historischen ortsanalyse. in dem kleinen fränkischen dorf krum erstellte ich, zusammen mit 3 kommilitoninnen, eine art denkmalpflegerischen erhebungsbogen, ja genau die mit denen ich auch auf der arbeit schon so viel zu tun hatte. wir kartierten denkmalpflegerisch interessante historische überreste wie dorfplatz, historisch interessante gebäude, kelleranlagen, obstwiesen und vieles mehr und durften unsere ergebnisse am ende dieser woche sogar vor bürgermeister, einheimischen und mitstudenten vorstellen.
auch in der 'summerschool' woche, in der uns eine gruppe von schottischen studenten aus edinburgh besuchte (genau aus jenem studiengang, den ich ursprünglich machen wollte), ging es um das erbe der (stadt-)landschaft. zusammen streiften wir mit den 'schotten' (eigentlich auch ein ziemlich internationaler haufen) durch bamberg und erkundeten noch einmal neu das welterbe. in meinem fall die gärtnerstadt, ein stadtteil der schon seit jahrhunderten und bis heut noch, fast ländlich, durch gärtnereien geprägt ist. für mich besonders interessant, da ich ja genau dort wohne :-) und abends war oft noch ein bier, ein besuch auf nem keller oder etwa eine kleine wanderung auf die altenburg mit unseren gästen drin. sehr schön. leider musste bei mir noch ein anderes projekt zeitgleich fertig werden, weshalb ich noch oft bis in die nacht am schreibtisch beim planen und zeichnen für einen behindertengerechten umbau einer historischen villa verbrachte.
die letzte der intensivwochen (zumindest für diesen sommer) führte uns nach berlin, wo es vor allem um neuere architektur und deren sanierung und nutzung ging. ich hielt einen vortrag über die berliner philharmonie von hans scharoun, in dessen vorbereitung ich mich tatsächlich nicht nur mit 50er und 60er-jahre architektur versöhnte, sondern sogar ein kleines bisschen begeistert war. tag für tag waren wir von morgens bis spät abends in ganz berlin unterwegs, dank eines workaholic-architekten als dozenten fast non-stop, mit geradezu erkämpften pausen. aber die dinge die wir sahen waren toll und die gesellschaft war gut.
und zwischen all diesem programm fand ich zum glück ab und an die zeit mal ein wochenende nach frankfurt zu fahren, wo mein thomas jetzt ein praktikum bei der giz, gesellschaft für internationale zusammenarbeit, macht. das ein oder andere mal von der deutschen bahn versetzt, saß ich irgendwo auf bahnhöfen fest, oder landete mit der s-bahn an der falschen stelle, wo wir uns dann mitten in einem feld trafen und gemeinsam auf eine gartenparty gingen. ein schöner sommer.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Auf dem Amt
Seit anfang märz habe ich das glück neben dem studium einen job als wissenschaftliche hilfskraft im bayerischen landesamt für denkmalpflege und damit einen wunderschönen arbeitsplatz zu haben. die aufmerksamen blog-leser unter euch werdens wiedererkennen: das schloss seehof bei bamberg. hier habe ich 2010 schon einmal praktikum gemacht und jenes hat mir wohl auch nicht unerheblich zum derzeitigen job verholfen. es handelt sich fast ausschließlich um computerarbeit. das arbeiten mit einer gis-basierten denkmal-datenbank liegt passenderweise direkt an meiner persönlichen schnittstelle zwischen geographie und denkmalpflege. auch werde ich durch diesen job meinen chef und einige kollegen im kommenden semester als dozenten haben, mal schauen wie das so wird :-)
viele grüße vom amt
Freitag, 19. April 2013
Sardinien
zuerst war es ein spontaner einfall in der unibibliothek. einfach mal irgendwo hinfliegen, ist ja so billig. das thomas und ich dann wirklich ende februar für eine woche nach sardinien flogen überraschte mich dann irgendwie doch ein wenig. nach einer anstregenden klausuren-zeit und kurz vor dem beginn eines neuen jobs kam diese auszeit aber sehr recht.
wir landeten in cagliari, wo wir zunächst zwei tage blieben und die hauptstadt der insel erkundeten. Danach fuhren wir mit einem mietwagen los richtung norden. mit dem kofferraum voller essen und campingkocher und ausgerüstet mit zelt und dicken schlafsäcken waren wir unabhängig von hostels und öffentlichem nah- und fernverkehr und konnten frei nach schnauze entscheiden wo es als nächstes hinging. ob mitten im unterholz, direkt zwischen bäumen am rauschenden meer oder an einem bergsee mit atemberaubender aussicht: stets fanden wir noch rechtzeitig vor der dunkelheit einen schönen zeltplatz.
tagsüber durfte ich auf sardinischen serpentinen meine in den letzten jahren doch recht eingeschlafenen fahrkünste unter beweis stellen, und hatte durchaus spass daran. schleßlich ist es auch ein bischen spannender sich über berge und an küsten langzuschlängeln und esel, kühe und schweine aus dem weg zu hupen als norddeutsche landstrassen entlangzuschleichen.
die landschaft war wirklich wunderschön und erinnerte mich öfters an einen familienurlaub auf korsika.
verschlafene bergdörfer, faszinierende ausblicke auf täler und höhen, blaues meer, frühgeschichtliche festungen und leckeres essen und das alles fast nur für uns, da die touris zum glück noch auf sich warten ließen. naja, bei nächtlichen 5 grad zelten zu gehen, da muss man auch erst mal drauf kommen :-)
Montag, 8. April 2013
bamberg inside
zwei kleine gemütliche zimmer, ein super ausblick und 8, oder sagen wir mal so 10, tolle mitbewohner zum entspannt mitnander zeit verbringen. das hört sich vielleicht viel an, ist in solch einer großen wohnung aber ziemlich chillig, und es ist immer genug zeit zum zurückziehen und allein rumdaddeln. ziemlich perfekt :-)
blick aus meinem schlafzimmer richtung stadt und aus meinem wohnzimmer auf die otto-kirche
wohn-/ arbeitszimmer und schlafzimmer
unsere küche und wohnung im wg-partynösen zustand
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