Donnerstag, 13. September 2012
zimmerfindung und kalte adria
daraufhin konnte ich dann montagfrueh einen termin absagen und mich stattdessen in den zug nach ljubljana setzen. was fuer eine wunderschoene stadt! ein oesterreiches venedig. oder so.. leider war ich zwischendurch bischen krank und verbrachte einen halben tag in einem slovenischen aerztezentrum. behandlung fuer 2,90 und antibiotikum fuer 1,20 euro, alles super unkomliziert. da lob ich mir die eu :-)
am mitwoch gings nach koper an die slovenische kueste wo ich nach einer weiteren busfahrt im kleinen oertchen piran landete. leider wurden sehr bald die kleinen gassen des staedtchens zu reissenden baechen, denn es wollt einfach nicht aufhoeren zu regnen, daher beschloss ich schon frueher wieder zurueck nach koper und weiter nach kroatien zu fahren. im zug nach rijeka traf ich zwei schweizerinnen mit denen ich nun ein schoenes zimmer mit meerblick in rijeka bewohne. leider sinds schon herbstliche temperaturen und der kalte wind pfeift durch die sommerkleidung das es einen schuettelt. daher, planaenderung: nicht an der kueste nach zadar, sondern morgen mit den schweizerinnen nach zagreb!
blick auf ljubljana
bruecken wie in venedig
die metelkova. gelaende zum austoben fuer ljubljanas kreative
der tivoli park
platz in piran mit eindeutig venezianisch beeinflusster architektur
ueber den daechern und gassen von piran
kiche von piran, nach links schauend sieht man die kroatische kueste,nach rechts bereits italien
Mittwoch, 5. September 2012
ein monat, ein rucksack
Morgen heisst es fluchs nach bamberg fahren zum wg-zimmer schauen, oder sollte man im anbetracht des wohnungsmarktes eher sagen jagen? Sehr passend das es auf dem weg gen süden liegt, und so einfach eine zwischenstation auf dem weg nach slovenien ist. ein bischen urlaub will ich mir noch gönnen, denn schließlich bin ich die letzten monate mit diesem ziel vor augen als picker durch die hallen von amazon gestratzt.
Dienstag, 14. August 2012
rauhfaser-tapete adé
Die sommerliche sonne scheint durchs offene fenster und erhellt den alten putz meiner kleinen kammer, die ich gerade zur zwischenmiete bewohne. auf der fensterbank liegt die katze lilli und döst genüsslich vor sich hin. der spätnachmittägliche verkehr dröhnt breiig herein. ist es einmal etwas stiller spürt man das haus erwachen, fühlt die bässe durch die wände kriechen. die band welche abends unten im atari spielt, macht sich schonmal warm. vor der tür auf dem gehweg sitzen schon ein paar leute und genießen sonne und bier.
Meine alte wg hat sich ende mai aufgelöst und eine 12jährige wg-geschichte ging damit zuende.leider etwas chaotisch und mit anstrengender wohnungsübergabe und anwalt.
die letzten jahre in dieser wohnung waren jedoch so wunderbar und prägend, dass selbst ein ende wie dieses die guten erinnerungen in keinsterweise beeinträchtigen zu vermochte. natürlich gab es auch eine letzte gebührende wg-party! ein letzter video-eindruck von meinem zimmer und der wohnung, bevor alles rausflog:
nun wohne ich hier (siehe bilder untern). immer noch reudnitz, aber unsaniert. kohleöfen statt zentralheizung, alte dielen, duschen unterm brodelnden boiler, kochen mit gas und treppenlaufen oder schlüsselwerfen wenns klingelt. 100 euro miete, bar auf die hand. meine kleine kammer in einer 3er wg hat zwar nur wenige quadratmeter, dennoch hab ich mich hier sehr schnell eingerichtet und wohl gefühlt.
bröckelnder putz statt rauhfaser- tapete, viel holz und warme farben mit geschichte. so will ich wohnen.
der rote dielen-boden meines zimmers lugt gross-flächig dunkel verkohlt unter den läufern hervor. einer vorigen wg generation brannte die eigene plantage durch den defekt einer lampe ab. schnell wurde die heiße asche in die badewanne gehieft. bis heute ist die wanne unbenutzbar. die feuerwehr kam auch, und die lokal-zeitung betitelte: "das hascht du nun davon!" thihi
im erdgeschoss befindet sich eine kneipe/ event-location mit antifa hintergrund. ziel ist es, den im leipziger osten ansässigen rechten entgegenzuwirken. das ist zwar heute weniger brisant als noch vor wenigen jahren, aber immer noch wichtig. auch viele bewohner des hauses gehören den weiteren kreisen des 'atari' und damit eher linken lagern an. ein haus voller punks und hippies, da fährt die, mit vorliebe auf unserer strasse patroullierende, polizei lieber einmal mehr vorbei..
ebenfalls unten im haus hat der bäcker glowka eine kleine backstube aus der morgens, wenn nebenan die party zuendegeht, manchmal laut klassische schallt. morgens mal schnell brötchen, ein frisches brot und die beim bäcker zwischengelagerte post zu holen ist bei solchen distanzen eine wonne!
In diesem sinne, sommerliche grüße an alle leser :-)
Montag, 11. Juni 2012
gelachtes und geschossenes







Donnerstag, 17. Mai 2012
das flowerpower-phänomen
Montag, 9. April 2012
anonyme glückseligkeit
rucksack packen und in den zug nach prag setzen. mal wieder weltluft schnappen. fremde währung, fremde sprache, allein sein, sich einfach durch eine wundervolle stadt treiben lassen..
schlendern durch die andächtigen hallen der nationalgalerie.
böhmisches gulasch mit knödeln und schwarzbier.
frischgebackener kuchen und nette australier im hostel direkt in der melantrichova.
zufällig eine katholische messe besuchen.
auf den plätzen stehen sie, reden,
feiern, schauen, lachen, eilen
dieser zirkus lässt verweilen
umgeben von schönheit, von architektur
sitz ich hier auf fremder flur
im herzen des wahnsinns der kultur
in anonymer glückseligkeit
erfreut mich der städter verbundenheit
denn sind wir auch fremde und macht jeder seins
so sind wir am ende doch alle eins
Freitag, 6. April 2012
abgeschlossen
1.4.- das war er, der erste tag als nicht-studentin. So viel ändert sich erstmal nicht. Und gross anders fühlen tu ich mich auch nicht. Nagut, die mensa werd ich vermissen und hier und dort eine ermässigung.. aber seien wir mal ehrlich, am institut war ich schon seit gefühlten jahren nicht mehr regelmässig. In die bibltiothek werd ich mich einfach weiterhin schleichen.. weils so schön ist :)
alles in allem also ein eher fließender übergang vom studien- zum arbeitsalltag. und schließlich ist diese phase des geldverdienens zeitlich absehbar, denn ab herbst möcht ich auf jeden fall noch einen master dranhängen.
Meine bachelorarbeit hat den prüfern übrigens ganz gut gefallen und darüber hinaus hat sie auch in den kreisen der stadtplanung und –erneuerung der stadt leipzig interesse gefunden. Das amt für statistik und wahlen will meine ergebnisse sogar auf 6 seiten ihres nächsten quartalsberichtes veröffentlichen! Whohoo, wie genial, dass ich mich nicht nur für den aktenschrank im keller der uni abgemüht habe, zumal das thema ja durchaus auch ein herzensanliegen ist.



